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Singlehaushalte Deutschland

Singlehaushalte Deutschland

von · 19.06.2017

Heutzutage lebt der Durchschnittsdeutsche auf 46,3 Quadratmetern. Das sind 6,8 Quadratmeter oder 17,2 Prozent mehr als im Jahr Tendenziell nimmt zwar die Wohnfläche vor allem am Stadtrand und in ländlichen Regionen zu. Das liege einerseits an den extrem gestiegenen Miet- und Kaufpreisen. Infografik Die Welt Gleichzeitig aber neigt die wachsende Zahl an Singlehaushalten auch dazu, sich von vornherein für eine kleinere Wohnung zu entscheiden. Noch stärker als in Hamburg fällt die Wohnungsschrumpfung in Berlin aus.

Allerdings kommen die Hauptstädter auch von einem komfortabel hohen Niveau: Dennoch möchten die Kunden in den angesagten und zentrumsnahen Lagen wohnen. Hierfür sind sie bereit, auf Wohnfläche zu verzichten. Setzt sich diese Entwicklung fort, werden Ein- und Zweipersonenhaushalte bald sogar in ganz Deutschland in der Mehrheit sein.

Die Vereinzelung in der Gesellschaft wird zur Norm: Von rund 45 Millionen im Jahr wird deren Zahl auf etwa 50 Millionen im Jahr anwachsen, prognostiziert das Statistische Bundesamt. Insbesondere die Städte werden mehr und mehr zu Versammlungen vieler Alleinstehender, während Familien auch aufgrund der gestiegenen Preise verstärkt ins Umland abwandern.

Bei den bis Jährigen sind dabei die sieben Topmetropolen besonders beliebt. Ab 30 Jahren jedoch kippt die Stimmung zugunsten des Umlands. Im Jahr werden laut dem Präsidenten des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, nach aktuellen Berechnungen sogar etwa 23 Prozent der Einwohner einen Haushalt allein führen. In den vergangenen Jahren erhöhte sich vor allem die Zahl der allein lebenden Männer.

Während im Jahr erst elf Prozent von ihnen allein lebten, waren es im Jahr bereits 19 Prozent. Bei den Frauen gab es im selben Zeitraum einen Anstieg von 18 auf 21 Prozent. In Städten mit mindestens Auch zwischen den Bundesländern gab es erhebliche Unterschiede. Der Anteil der Single-Haushalte war in den Stadtstaaten Berlin 31 Prozent , Hamburg und Bremen je 28 Prozent am höchsten.

Unter den Flächenländern gab es die höchsten Quoten in Sachsen 23 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern 21 Prozent , die niedrigsten in Rheinland-Pfalz 16 Prozent und Baden-Württemberg 17 Prozent. Wer allein lebt, ist eher von Armut bedroht Das Single-Leben ist den Statistikern zufolge auch oft mit finanziellen Problemen verbunden.

So beziehen allein Lebende überdurchschnittlich häufig Hartz-IV-Leistungen, wie Egeler sagte. Die Armutsgefährdungsquote der allein Lebenden war demnach im Jahr mit 30 Prozent fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung mit 15,6 Prozent.


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