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Taschengeld Frauen

Taschengeld Frauen

von · 20.06.2017

Heute besitzt unsere Stiftung einen Mädchenbeirat, der bundesweit Projekte auswählt. Hier liegt unser Schwerpunkt klar auf Mädchen, und darauf, dass Mädchen an den Entscheidungen beteiligt sind und nicht über sie entschieden wird. Wie finanzieren Sie sich? Weitgehend durch Spenden und Zustiftungen, zum Beispiel auch aus Nachlässen, nicht nur von Kinderlosen.

Dieses Jahr können wir aus unseren Kapitalerträgen Projekte mit einem Volumen von etwa Neue Unterstützerinnen können wir immer gut gebrauchen. Ist eine Frauenstiftung denn noch nötig? Es gibt nach wie vor kaum welche. Weniger als fünf Prozent aller Förderungen insgesamt richten sich gezielt an Frauen und Mädchen. Dabei ist das Thema weiterhin aktuell.

Frauen und Mädchen sind weltweit immer noch in einer schlechteren Position als Männer. Selbst Mädchen in Hamburg denken heute immer noch nicht, dass sie alles werden, alles erreichen können. Sonja Schelper, Geschäftsführerin der filia Frauenstiftung Die Welt: Dann haben Sie Glück. Oder Sie haben einfach noch nicht versucht, etwas Frauenuntypisches zu erreichen.

Ich habe Angewandte Kulturwissenschaften studiert und mich nach dem Volontariat als freie Journalistin selbstständig gemacht. Im Ernst machen Mädchen und Frauen die besseren Abschlüsse und kommen weniger weit als Männer. Im Ernst hilft alles Abmühen, Mädchen in bestimmte Berufe zu bringen, nicht viel. Die Breite der Berufswahl von Mädchen ist noch immer sehr eingeschränkt und bewegt sich vielfach im Spektrum einkommensschwacher Berufe: Und der Gender Pay Gap, der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern, fängt beim Taschengeld an.

Jungs bekommen mehr als Mädchen. Das gilt sicher nicht in allen Familien in ganz Hamburg. Aber es gilt in der Breite. Wenn es darum geht, wem gehört wie viel, wer ist wie präsent, wer hat wie viel zu sagen, wer kann wie frei über sein Leben entscheiden, sind die Chancen auch heute in Deutschland noch nicht ausgeglichen. Menschen suchen gern Gleichgesinnte. Wenn eine Gruppe Zuwachs braucht, wählt sie in der Regel jemanden, der ihr ähnlich ist, und das ist ab einer bestimmten Ebene eben ein Mann.

Studien belegen zwar, dass Gruppen mit unterschiedlicher Besetzung erfolgreicher sind — aber Gleichheit ist offenbar anziehender. Sind wir ja auch. Dass Frauen ohne Einwilligung des Mannes seit ein eigenes Konto eröffnen und seit arbeiten dürfen, dass sie seit nicht mehr ihre ehelichen Pflichten erfüllen müssen, dass hart gesagt Vergewaltigung nicht mehr zum Service der Ehe gehört: Das ist heute schon selbstverständlich, dass wir kaum glauben können, wir kurz es erst her ist, dass wir das erreicht haben.

Dabei sind unsere deutschen Sorgen um Gleichberechtigung ja sicher ein Witz gegen die, die es anderswo gibt. In der Slowakei sind nicht alphabetisierte Roma-Frauen ohne ihr Wissen zwangssterilisiert worden. In der Europäischen Union! Homosexuelle dürfen in vielen Gesellschaften nicht demonstrieren, zum Beispiel in Serbien, Russland, Georgien, der Ukraine. Lesben werden verfolgt und überfallen. In Südafrika, dem Vorzeigestaat des Kontinents, erlaubt die Verfassung zwar Homosexualität.

Knapp bei Kasse Statt das Taschengeld wie erhofft auf den Kopf hauen zu können, haben viele japanische Männer davon Dinge zu bezahlen, die sie zum täglichen Leben brauchen: Vom Mittagessen, über Zigaretten bis hin zum Dosenkaffee aus dem Automaten. Ein anderer verzichtet sogar gelegentlich auf das Mittagessen. Oft bleibt am Ende des Monats vom Taschengeld nichts mehr übrig, um sich damit zu amüsieren. Er selbst hat es besser als andere seiner Kollegen, denn seine Frau verdient ihr eigenes Gehalt.

Dass die Frau ihren Gatten das Geld verdienen lasse und es dann manage, hält er für einen veralteten Brauch. Viele japanische Männer versuchen der Umfrage der "Shukan Bunshun" zufolge, mit ihren Frauen über die Höhe des Taschengeldes zu verhandeln - meist vergeblich. Rollenverteillung mit Vor- und Nachteilen "Mein Gehalt ist zwar gestiegen, aber ich bekomme seit Jahren von meiner Frau den gleichen Betrag an Taschengeld", klagt ein jähriger Lagerarbeiter.

Die Zeitschrift zitierte eine Hausfrau mit den Worten, ihr Mann solle doch weniger schlafen und stattdessen mehr arbeiten, wenn er mehr Geld wolle. Der Geschäftsmann in der Freiluft-Kneipe von Shimbashi hält es aber trotzdem für "weise, dass Männer den Frauen die Rolle der strengen Finanzministerin überlassen.


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