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Single Frau Samenbank

Single Frau Samenbank

von · 15.07.2017

Ist der Kinderwunsch so wichtig, dass ich andere Möglichkeiten in Betracht ziehe oder muss ich mich davon abhängig machen, dass ich — solange ich noch Kinder bekommen kann — einen Mann finde, der da mitmacht. Und einige sagen sich dann: Gut, für den Kinderwunsch habe ich nur eine begrenzte Zeit, für eine Partnerschaft theoretisch immer.

Also gehe ich erst einmal den Kinderwunsch an. Und wenn es sich gut trifft, begegne ich dem Mann immer noch später. Sie haben geschrieben, dass es für Sie selbst eine sehr befreiende Erkenntnis war, dass man Kinderwunsch und Partnerschaft voneinander getrennt angehen kann. Viele Frauen sind jahrelang in dieser Stresssituation, dass sie ein Kind möchten, aber trotz vieler Dates keinen Partner finden oder einen Partner haben, der sagt: Wenn man dann zu der Erkenntnis kommt, dass sich das voneinander entkoppeln lässt, dann nimmt das diesen Druck raus und bietet neue Möglichkeiten.

Die Frauen können sich neu überlegen, was sie möchten — ohne dass sie sich von einem anderen Menschen abhängig machen müssen. Das sagt sehr viel über den Zustand heutiger Partnerschaften aus. Wir sind heute alle stärker von unseren eigenen Wünschen geprägt. Jeder Partner hat seine eigenen Ziele, seine eigenen Prioritäten. Wir sind viel weniger bereit, Kompromisse einzugehen — nur um eine heile Familie zu spielen.

Jedem ist wichtig, den eigenen Lebensentwurf umzusetzen. Um sich dann einen Kindsvater aus dem Katalog aussuchen zu können? Das ist oft eine Unterstellung, die den Frauen gemacht wird, wenn sie zur Samenbank gehen: Das würde ich völlig verneinen. Wenn Frauen sich an eine Samenbank wenden, dann ist das für die meisten ein Mittel zum Zweck, ihr Ziel zu erreichen. Warum dann kein One-Night-Stand, sondern die komplizierte Variante? Die Frauen, die ein Kind möchten und eine Samenspende in Anspruch nehmen, wollen nicht lügen.

Und sie wollen ihrem Kind auch eine andere Entstehungsgeschichte vermitteln. Sie wollen nicht sagen: Ich war betrunken und wusste nicht, was ich tat. Ich war zu doof zum Verhüten. Nein, sie möchten ihrem Nachwuchs sagen können: Du warst ein Wunschkind, ich habe sehr viel dafür getan, um dich zu bekommen. Das ist eine Frage des Respekts gegenüber dem Kind, aber auch dem Mann.

Dieser Alleingang hat aber auch eine Kehrseite: Die Frauen tragen dann die Verantwortung ganz allein. Aber sie sind deutlich besser vorbereitet, als so manche Alleinerziehende, die ein Kind in einer Partnerschaft bekommen hat, die dann plötzlich zerbricht. Singlefrauen überlegen sehr genau vorher, ob sie ein Kind bekommen können. Sie haben Respekt vor der Aufgabe und wissen, dass es schwierig wird. Damit verpflichten sich sowohl die werdende Mutter, als auch die Co-Mutter zu Unterhaltszahlungen für das geplante Kind und zu einer Adoption des Kindes durch die Co-Mutter nach der Geburt.

Diese Form der Stiefkindadoption ist in Deutschland möglich, dauert im Schnitt ca. Genauere Informationen kann das zuständige Jugendamt vor Ort erteilen. Von der Idee, einen eigenen Spender mitzubringen bzw. Da es sich in diesem Fall dann dem Gesetzt nach um einen wirklichen Vater handelt, hat dieser auch Rechte am Kind. Die Rolle der Co-Mutter ist in diesen Fällen bedroht, hat sie rechtlich keinerlei Anspruch auf das Kind. Wenn Sie sich also als lesbisches Paar ein Kind wünschen, raten wir zu einem Samenspender, hat dieser keinerlei Rechte am Kind, so dass sich zukünftig kein Dritter in Ihre Familie "einmischen" kann.

Damit können Sie sich zahlreiche Probleme bereits im Vorfeld ersparen. Sollte aber dennoch für ein lesbisches Paar nur ein sogenannter privater "Eigenspender" in Frage kommen, so gibt es auch hier Möglichkeiten einer Unterstützung. Sie können sich eine Familiengründung nur mit einem privaten Samenspender vorstellen, den Sie persönlich kennen und mögen, wollen dabei aber nicht auf ärztliche Unterstützung verzichten?


Regenbogenfamilien NRW

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