BESTE DATEN

Mid Life

Mid Life

von · 16.07.2017

Fendrich beschreibt Männer in der Midlife Krise in seinem Song Midlife Crisis so: Die Männer in den besten Jahren, die die dicken Autos fahren, stehen auf der Karriereleiter, kommen nicht mehr weiter. Auf einmal pumpts in seinen Adern und es zucken die Synapsen, sieht er schlanke Damenbeine, nach Möglichkeit in Strapsen, badet in Armani-Düften, legt die Hand um fremde Hüften. Warum sollen Ehe-Sklaven nicht einmal woanders schlafen?

Bevor sie in der Hosen lahmen, gehen sie ins Haus der losen Damen. Bei Kerzenlicht und bei Champagner stellen sie dann fest: Baggert er bei einem Model, grad so alt wie seine Daughter, tanzt er sich zu einem Trottel bei "Smoke on the water". Wenn kein Video angezeigt wird, bitte eine aktuelle Version Ihres Browsers herunterladen! Weshalb kommen Männer in die Midlife Crisis? Körperliche und seelische Ursachen spielen eine Rolle bei der Entstehung der midlife crisis.

Es ist jedoch nicht jeder Mann von der Midlife Crisis betroffen. Auch der Zeitpunkt, wann die midlife crisis beginnt, muss nicht zwangsläufig zwischen 40 und 50 Jahren liegen. In der Lebensmitte sinkt die Testosteronproduktion und Männer verspüren körperliche Veränderungen wie etwa das Nachlassen der Potenz, eine Glatzenbildung, Gewichtszunahme, Falten oder die Abnahme der Leistungsfähigkeit. In diesem Alter haben Männer gewöhnlich bereits die wichtigsten Lebensziele erreicht: Sie erleben, dass sie beruflich nicht mehr weiterkommen, die Partnerschaft sich in Routine erschöpft, kriselt oder die Partnerin sich trennt, dass die Eltern pflegebedürftig werden oder sterben, dass im Freundeskreis erste ernsthafte Erkrankungen auftreten, dass manche Ziele nicht mehr erreicht werden können.

Das Aufeinandertreffen von mehreren belastenden Ereignissen kann den Beginn der Krise bedeuten. Der Tod eines Schulkameraden oder erste körperliche Beschwerden können zum Beispiel zu diesen Ereignissen zählen. Die innere Anspannung und Zerrissenheit führt nicht selten auch dazu, dass die Partnerschaft in Frage gestellt wird oder zumindest durch den Zustand des Partners belastet wird.

Ausbruch aus dem Gewohnten Die Gefahr, dass die Beziehung an der Midlife Crisis eines Partners zerbricht, ist sehr hoch — vor allem, wenn die jahrlange Routine nichts Neues mehr zulässt und das Paar sich nichts mehr zu sagen hat. Neue Partner vermitteln möglicherweise das Gefühl, zuvor Versäumtes nachholen zu können. Die anfängliche Verliebtheit trägt auch ihren Teil dazu bei.

Dennoch kehren Zweifel und Unsicherheiten bald zurück, wenn die Zielrichtung des weiteren Lebens noch offen bleibt. Eine Partnerschaft muss jedoch nicht zwangsläufig an der Midlife Crisis scheitern. Wichtig ist, dass beide Partner die Krise als Anlass für eine Bilanz ihrer Beziehung nehmen, verständnisvoll miteinander umgehen und offen für Veränderungen sind.

So bewältigen Sie die Midlife Crisis gemeinsam Ein Paar kann gestärkt und mit einem Gefühl der Verbundenheit aus der Midlife Crisis hervorgehen. Doch dann beginnt eine Phase, in der sich die Werte wandeln. Haben wir uns bislang gefragt, was aus uns wird, was wir im Leben erreicht haben und welche Ziele wir haben, so fragen wir uns nun: Wer bin ich überhaupt? Jetzt geht es uns eher darum, in uns hineinzuschauen und unsere innere Stimme wahrzunehmen, nachzuforschen, welche Werte uns wichtig sind und ob wir sie leben können.

Kann sich unsere Persönlichkeit entfalten, kommt unsere Individualität zu ihrem Recht? Bisweilen treten erschütternde Bilanzen zutage. Mancher stellt fest, dass er in der ersten Lebenshälfte ziemlich fremdbestimmt funktioniert hat, ohne seine Bedürfnisse zu beachten. Einige Menschen richten sich immer noch nach den Vorstellungen der Eltern; sie haben sich nie gefragt, ob der Weg auch der eigene ist.

Andere haben sich gesellschaftlichen Normen angepasst, ohne zu prüfen, ob sie mit den eigenen Bedürfnissen und Werten übereinstimmen. In dieser Lebensphase besteht nun die Chance, die Weichen neu zu stellen. Wertewandel kommt mit den Jahren Etwa ab Ende 30 bemerken einige Frauen, dass sie weniger "pflegeleicht" sind als früher. Sie lassen sich nicht mehr so viel gefallen und können auch einmal "Nein" sagen. Die typisch weibliche Seite, sich anpassen, es allen recht machen, nicht zornig und aufbrausend reagieren, verschiebt sich zugunsten der männlichen.

Plötzlich gelingt es Frauen, sich besser durchzusetzen: Sie geben Widerworte und fangen an zu disputieren. Jung, der wohl herausragendste Psychologe, der sich mit der zweiten Lebenshälfte intensiv beschäftigte, sagte über die Lebensmitte: Haben sie bis dahin keinen Gedanken daran verschwendet, so verändert die Gewissheit des Todes ihre ganze bisherige Sichtweise. Alle Pläne werden nun unter diesem Gesichtspunkt gesehen. Hatten wir bis dahin alle Zeit der Welt, so wird nun sortiert.

Wir fangen an zu fragen, was ist mir ganz persönlich wichtig? Soll ich meine Zeit damit vertrödeln, Dinge zu tun, die ich nicht mag? Die Antwort lautet immer öfter: Soll ich tatsächlich in einem Beruf weitermavchen, den im Grunde meine Eltern für mich ausgesucht haben?


Midlife-Crisis

Einen Kommentar hinzufügen

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht. erforderliche Felder sind markiert*