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Frauen Manner Farben

Frauen Manner Farben

von · 11.08.2017

Dies betrifft auch die für die Wahrnehmung visueller Reize zuständigen Hirnregionen: So haben Untersuchungen gezeigt, dass Männer aufgrund der hormonellen Unterschiede hier etwa zwanzig Prozent mehr Nervenzellen aufweisen als Frauen. Für die frühen Sammlerinnen war es günstig, feine Farbnuancen unterscheiden zu können und so reif von unreif oder giftig und ungiftig zu trennen. Die Versuchspersonen hatten zu beurteilen, ob und wann sie die Streifen noch unterscheiden konnten.

Dabei variierten die Wissenschaftler sowohl die Helligkeitsunterschiede zwischen den Streifen als auch die Geschwindigkeit, mit der sich die Kontraste zwischen ihnen veränderten. Auf diese Weise erhielten die Forscher genaue objektivierbare Messdaten. Die Auswertung ergab deutliche Unterschiede bei Männern und Frauen: Veränderten sich die Kontraste zeitlich nur sehr langsam — was annähernd einem statischen Bild entspricht — zeigten die Frauen ein etwas besseres Unterscheidungsvermögen als die Männer.

Bei schnell wechselnden Kontrasten lagen die Männer jedoch eindeutig vorn. Über die entwicklungsgeschichtlichen Hintergründe, die zu diesen Unterschieden geführt haben, könne man nur spekulieren, erklärt Studienleiter Israel Abramov: Rot-Grün-Blindheit Über die Geschlechterdifferenz des visuellen Systems beim Menschen ist im Gegensatz zu anderen Wahrnehmungsbereichen noch erstaunlich wenig bekannt, schreiben die Forscher. Einschlägige Studien hätten gezeigt, dass der Tast- und Gehörsinn bei Frauen generell sensibler ausgeprägt ist als bei Männern.

Beim Sehen ist bisher vor allem ein Unterschied bekannt: Ihnen fehlt einer der drei für den Farbeindruck verantwortlichen Rezeptoren in der Netzhaut, einer der sogenannten Zapfen. Da das entsprechende Gen auf dem X-Chromosom liegt, wird die Sehschwäche bei Frauen - die zwei Varianten davon haben - viel seltener vererbt. Frauen besser bei Farbunterscheidung Dabei testeten sie den Eindruck von Ton und Sättigungsgrad von Farben, den männliche und weibliche Probanden hatten, nachdem sie einfarbige Lichtblitze vor einem dunklen Hintergrund zu sehen bekamen.

Die Unterschiede bei der Wahrnehmung waren gering, aber signifikant, wie die Forscher schreiben. So gaben die Männer über das gesamte Farbspektrum zwar die gleichen Sinneseindrücke an wie die Frauen. Der Moment, ab dem sie bestimmte Wellenlängen mit bestimmten Farben bezeichneten, war aber leicht verschoben. Männer brauchen einige Nanometer Wellenlänge mehr, um einen eindeutigen Eindruck von etwa Blau oder Gelb zu gewinnen.

In der Mitte des sichtbaren elektromagnetischen Spektrums können sie auch schlechter zwischen Farben unterscheiden als die Frauen. Männer beim räumlich-zeitlichen Unterscheiden Dafür sind Frauen beim Differenzieren von bewegten Objekten nicht ganz so gut, wie die Forscher in ihrer zeitgleich erschienenen, zweiten Studie berichten. Im Mittelpunkt dabei stand die Fähigkeit des Kontrastsehens.

Die Probanden bekamen diesmal horizontale bzw. Sobald hellere gegen dunklere Balken ausgetauscht wurden, erzeugte dies den Eindruck eines "Bildschirmflackerns".


Männer und Frauen sehen Farben und Details anders

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