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Flirten Schwule Manner Frauen

Flirten Schwule Manner Frauen

von · 08.07.2017

Mehr auch ungewöhnlichere Flirt-Tipps gibt der schwule Schauspieler Neil Patrick Harris als Barnabus "Barney" Stinson in der Serie "How I Met Yout Mother" 5. Lasse deine Persönlichkeit durchscheinen. Dein Charakter ist wesentlich wichtiger bei allen Dates als die Frage, ob dein Körper perfekt gebaut ist. Auch wenn das in der wummernd lauten Disco schwierig zu vermitteln ist: Deine Persönlichkeit ist deine wahre Schönheit.

Sei freundlich und verbindlich zu jedermann, den du triffst, auch wenn er nicht dein "Beuteraster" ist. Sollte aber jemand in dein Netz gegangen sein, halte dich eher zurück und spiele dich nicht in den Vordergrund. Das erste Abtasten ist ein Geben und Nehmen, das Ende ist erst einmal offen. Wo wir gerade bei "Sich nicht in den Mittelpunkt drängen" sind: Zuhören ist eine Kunst, die gelernt werden will. Lausche den Worten deines Schwarms und suche nach Gemeinsamkeiten.

Führe keine ermüdenden Monologe über irgendwelche obskuren Hobbys, die du pflegst. Versuche eine Verabredung, wenn du denkst, es passt. Aber erdrücke den anderen nicht mit deinen Erwartungen. Sonst wird er nie dein neuer Lover. Lass dich aber auch nicht drängen! Sex beim ersten Date ist nicht jedermanns Sache! Spreche nicht mit der neuen Eroberung über deine Verflossenen.

Wenn du noch am Verarbeiten deiner letzten Beziehung bist, lies bitte hier weiter! Respektiere die Freunde des Objekts deiner Begierde, ignoriere sie nicht. Achte auf deine und die Körpersprache des anderen. Hat er die Arme vor der Brust verschränkt, sieht dich kaum an, sitzt mit dem Körper eher von dir abgewandt. Dann kann er dir noch so freundlich antworten. Sitzt er dir mit offenem Körper gegenüber, zeigt er in deine Richtung oder berührt dich immer mal wieder mit den Händen und sucht auch sonst "zufälligen" Körperkontakt, dann sollte der Abend geritzt sein.

Den Weg mit den leichten Berührungen kannst natürlich auch du versuchen. Was nicht geht, solange nicht beide volltrunken im Kölner Karneval stecken: Den anderen bei der erstbesten Gelegenheit fest drücken und ihm die Zunge in den Hals stecken zu wollen. Es ist durchaus gestattet, etwas Nervosität zu zeigen, das macht sympathischer. Zwischen Prosecco und Gänsekeule flirteten zwei Kolleginnen miteinander.

Ich hätte bei jeder der beiden darauf geschworen, dass sie auf Männer, Männer und Männer stehen würde. Tun sie aber nicht, stellte sich raus, und taten sie noch nie. Man sagt gerne, dass Lesben und Schwule Antennen füreinander hätten, man nennt das Gaydar. Das Kofferwort aus gay und Radar steht für eine mysteriöse Fähigkeit, dass wir Homos andere Homos orten wie Fledermäuse ihre Beute. Das Konzept ist umstritten, auch innerhalb der Szene. Ich dachte trotzdem, ich hätte einen ausgeprägten Gaydar, aber seit der Weihnachtsfeier habe ich da so meine Zweifel.

Zumindest scheint er schlecht justiert. Geschichten, in denen Heteromänner von Schwulen angemacht werden, und von Lesben, die Heterofrauen angraben, kennt man seit Jahrzehnten zur Genüge. Nun aber haben sich die Ebenen verschoben, nicht nur bei mir. Bei den Schwulen gibt es wegen des Straight Acting neuerdings Irrungen und Verwirrungen. Erkennungsfaktoren wie das gebrochene Handgelenk und den Diskant in der Stimme findet man nur noch in Travestieshows. Oder wenn Heteros Schwule zu imitieren versuchen.

Bei Lesben sieht's nicht anders aus. Mittlerweile trägt die halbe Szene lange Haare und die Hälfte der Heteras kurze. Keine Lesbe hat mehr Latzhosen an, aber jede Fashionista hat eine im Schrank, von Karohemden gar nicht zu reden. Bei heterosexuellen Frauen sind Flats die neuen Heels und nicht wenige Lesben tragen jetzt auch Pfennigabsatz.

Umso weniger in Zeiten, in denen jedes Starlett, das was auf sich hält, mit dem Lesbischsein flirtet. Wo soll das bitte schön hinführen, wenn alle plötzlich so tun als ob? Wie soll man wissen, was man zu erwarten hat, wenn sich kein Mensch mehr an die Regeln hält? Am Ende flirten schwule Männer mit Heteros und Heteros mit Lesben und die wieder mit Frauen, die sie für lesbisch halten, derweil die wirklich lesbische Frau ungesehen an ihnen vorbeischlendert.

Da ist Chaos vorprogrammiert. Bei der Vorstellung kriegt man beinahe Verständnis für all die, die verzweifelt nach der guten alten Zeit rufen. Die Frauen am liebsten beschürzt am Herd sehen würden und Männer mit Messern zwischen den Zähnen und Bomben im Gepäck die Welt retten. Stattdessen wird die Welt immer komplizierter.


Schwule Männer haben's besser:

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