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Gehalt Manner Frauen Statistik

Gehalt Manner Frauen Statistik

von · 15.06.2017

Die Politik will das jetzt ändern. Männer und Frauen stehen auf ungleichem finanziellem Untergrund. Das hätte die Bankerin Sibylle S. Als leitende Angestellte führt sie ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und sitzt für ihr Unternehmen am Verhandlungstisch, wenn es um millionenschwere Geschäfte im In- und Ausland geht. Im Haus gibt es nur eine handvoll männlicher Kollegen, die ähnlich viel Verantwortung tragen. Dass die Bank ihren Spitzenmanagern dafür im Schnitt pro Jahr mindestens ein Viertel mehr Geld als ihr aufs Konto überweist, war der Bankerin bis vor Kurzem nicht bewusst.

In Deutschland verdienen Männer durchschnittlich sieben Prozent mehr als Frauen Wie der Managerin geht es vielen weiblichen Beschäftigten in deutschen Unternehmen. Die Gehaltslücke hat das Statistische Bundesamt Destatis anhand der Bruttostundenlöhne von Männern und Frauen errechnet, die auf einer sogenannten Verdienststrukturerhebung beruhen. Für die Untersuchung sammelt Destatis alle vier Jahre Daten von Beschäftigten — das nächste Mal im September dieses Jahres.

Kritiker halten den Statistikern allerdings vor, dass die von ihnen errechneten Gehaltsdifferenzen individuelle berufliche Werdegänge nicht berücksichtigen. Innerhalb ihrer Berufe übernehmen Männer häufig die verantwortungsvolleren Aufgaben. Dabei geht es nicht in erster Linie um Führungsverantwortung. Männer arbeiten häufig an Positionen, an denen mehr Selbständigkeit verlangt wird.

Gleichzeitig arbeiten Frauen eher unterhalb ihrer Qualifikation. Frauen arbeiten häufiger in kleinen Firmen. Mehr zum Thema Gehälter: Urlaubsgeld wird seltener Empfehlungen: Lohnungleichheit Gender Pay Gap Als Gender Pay Gap wird die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen bezeichnet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Diese Zahl drückt den unbereinigten Gender Pay Gap aus: Dabei werden die Einkommen der Frauen in Vollzeit mit denen der Männer in Vollzeit verglichen. Weil Frauen aber häufiger in schlecht bezahlten und tarifgebundenen Branchen und Berufen arbeiten, weniger oft in Führungspositionen vertreten sind und zudem häufiger als Männer im Niedriglohnsektor tätig sind, können gute zwei Drittel der Lohnunterschiede auf diese Weise erklärt werden.

Es bleibt jedoch ein nicht zu erklärender Rest. Um diesen zu untersuchen, schaut man sich die bereinigte Lücke an. Hier werden Männer und Frauen im gleichen Alter, vergleichbarer Ausbildung und Erfahrung, gleicher Tätigkeit und gleicher Arbeitszeit sowie — in der Regel — beim gleichen Arbeitgeber miteinander verglichen: Und trotzdem beträgt der Gehaltsunterschied nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Deutschland fast acht Prozent. Es ist davon auszugehen, dass dieser Unterschied aufgrund bewusster oder unbewusster Diskriminierung zustande kommt.

Bei einem monatlichen Bruttomonatslohn von 3. Bei einem Jahresgehalt mit 12 Monatslöhnen sind das immerhin 3. Für einen Zeitraum von zehn Jahren sind es Und über ein gesamtes Arbeitsleben lang mit 45 Rentenbeitragsjahren verliert eine Frau Gender Pension Gap Als Gender Pension Gap wird die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bezeichnet. Einer Studie des Bundesfamilienministeriums aus dem Februar zufolge beträgt sie 59,6 Prozent. Dabei fällt der Gender Pension Gap im Osten mit 36,7 Prozent niedriger aus als im Westen mit 63,4 Prozent.

Es ist die jüngste Studie zu dem Thema.


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