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Sexuelle Belastigung Feuerwehr Hamburg

Sexuelle Belastigung Feuerwehr Hamburg

von · 05.07.2017

Sie nahmen mehrere Tatverdächtige fest. Dort umzingelten mehrere Männer, die von den Opfern als "afrikanisch" beschrieben wurden, am Sonnabend zwischen 22 und 24 Uhr einzelne Frauen und Mädchen. Aber auch auf der Hagener Allee soll es zu ähnlichen Übergriffen gekommen sein. Offenbar fahren die Banden gezielt zu öffentlichen Festen, um ihre Straftaten zu begehen.

Electro-Musik sowie aktuelle Hits dröhnen aus den Lautsprechern. Es ist die Musik, die vor allem jugendliche Stadtfestbesucher anlockt. Buntes Licht flackert im Takt auf. Scheinwerferkegel gleiten über den Asphalt. Nach 22 Uhr kippt die Stimmung. Eine Bande von Männern mischt sich nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei in die Menschenmenge. Die Unbekannten wollen nicht feiern, sondern auf Beutezug gehen. Sie tanzen ganz dicht an Gästen und versuchen, an Handys oder Portemonnaies in den Taschen zu gelangen.

Später berichten Frauen, dass sie auch begrapscht worden seien. Seine Kollegen rufen sofort Verstärkung aus den umliegenden Städten nach Ahrensburg. Zeugen berichten, dass die Polizisten auf eine Gruppe Afrikaner zulaufen und mehrere Männer festnehmen. Bei der Ahrensburger Wache haben zehn Menschen Strafanzeige wegen sexueller Belästigung und Antanz-Diebstählen erstattet.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es noch weitere mehr Opfer gegeben hat. Auch Zeugen sind wichtig, um die Täter genau beschreiben zu können. Ich gehe nur noch selten feiern — und wenn, immer nur mit männlicher Begleitung. So wie ihr gehe es vielen. Sie fordert die Klubs auf: Übergriffe in dunklen und lauten Klubs und Bars — diese Probleme kennen auch die Betreiber im Hamburger Nachtleben aus ihrem Alltag.

In der Stadt hatte es in den letzten Monaten eine Reihe von aufsehenerregenden Fällen gegeben, in denen Frauen auf dem Kiez Opfer von sexueller Gewalt wurden. Gemeinsam haben die Betreiber den Verein Safe Night gegründet, der seit dieser Woche offiziell eingetragen ist. Darüber sollen alle Aktivitäten koordiniert werden. Klubs arbeiten mit Frauennotruf zusammen Anzeige In anderen Städten wie Berlin und Leipzig setzen manche Klubbetreiber schon länger auf sogenannte Awareness-Teams, also Ansprechpartner, die bei sexuellen oder gewalttätigen Übergriffen parat stehen und leicht erkennbar sind.

Etwa 30 Klubs und Kneipen nehmen bisher an der Kampagne des örtlichen Frauennotrufs teil. Dort gab es Infostände und gut erkennbare Teams, die in der Lokalität unterwegs waren. Noch ist das Konzept nicht bis ins letzte Detail beschlossen, ein Codewort gibt es bisher nicht, ebenfalls noch offen ist, wie die Teams in den Klubs genau aussehen werden. Neben Ansprechpartnern in den Bars wollen die beteiligten Betreiber auch ihr gesamtes Personal mit Workshops zum Thema sexuelle Übergriffe schulen, so soll eine höhere Sensibilität für das Thema entstehen.


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